Prä­sen­ta­tion erstel­len und vorführen

Gepostet am 15.12.11 in ICT-Techniken

Das Erstel­len einer Prä­sen­ta­tion und das eigent­li­che Prä­sen­tie­ren kann an fast jedem Thema geübt wer­den. Für Schü­le­rin­nen und Schü­ler ist es am Anfang leich­ter, wenn sie sich ein Thema suchen kön­nen, das sie begeis­tert und über das sie etwas zu erzäh­len haben. Spä­ter kann dann auch die Auf­gabe gestellt wer­den, eine Prä­sen­ta­tion und somit eine Recher­che zu einem Thema zu erar­bei­ten, zu dem man zu Beginn noch gar nichts weiss.

Beim Erstel­len einer Prä­sen­ta­tion müs­sen alle Inhalte zusam­men­ge­tra­gen, geord­net, nach Aus­sa­gen sor­tiert und in eine Rei­hen­folge gebracht wer­den. Schü­le­rin­nen und Schü­ler müs­sen sich in ihr Publi­kum ver­set­zen und einen Weg fin­den, die­ses für das Thema zu begeis­tern. Bei einer Prä­sen­ta­tion kön­nen ver­schie­dene Medien wie Text, Bild, Ton oder Video ein­ge­setzt wer­den — alle Medien müs­sen aber sorg­fäl­tig für die Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­tet wer­den. Nicht zuletzt geht es bei der Prä­sen­ta­tion selbst darum, einen roten Faden in die Aus­sa­gen zu brin­gen, einen Span­nungs­bo­gen zu kon­stru­ie­ren, die Atmung zu kon­trol­lie­ren und die Into­na­tion zu trai­nie­ren. Alles in allem ste­cken in einer Prä­sen­ta­tion sehr viele Hür­den, die man aber mit Trai­ning und viel kon­struk­ti­vem Feed­back abbauen kann.

Prä­sen­tie­ren im Lehrplan

Die Schü­le­rin­nen und Schüler

  • erstel­len eine ein­fa­che Präsentation.
  • stel­len ein Pro­dukt mit ICT-Medien vor

Aus­ge­wählte Werkzeuge

Als Präsentations-Werkezug schlecht­hin gilt wohl Power­Point als Teil des Microsoft-Office-Pakets. Lei­der haben PowerPoint-Präsentationen einen schlech­ten Ruf. Das kommt meist nicht daher, dass das Werk­zeug schlecht wäre. Im Gegen­teil. Power­Point bie­tet sehr viele und sehr gute Werk­zeuge zum Erstel­len und Hal­ten einer Prä­sen­ta­tion. Viel­mehr braucht es eini­ges an Wis­sen, um diese Werk­zeuge zu nut­zen. Dabei geht es nicht nur um die Tech­nik selbst. Viel­mehr spie­len auch ein­fa­che Grund­la­gen zur Typo­gra­phie, zur Far­ben­wir­kung oder zum Lay­ou­ten eine wich­tige Rolle. Beim Erstel­len von PowerPoint-Folien muss zudem die rich­tige Menge an Infor­ma­tion auf einer Folie abge­legt wer­den. Die­ses Dosie­ren und oft auch das Kür­zen und Ver­ein­fa­chen braucht Erfah­rung, die man sich aber durch häu­fi­gen Gebrauch von Power­Point zule­gen kann.

Wer kein Power­Point auf dem Com­pu­ter instal­liert hat, der kann auf meh­rere Alter­na­ti­ven zurück­grei­fen. Apple lie­fert viele Rech­ner mit Keynote aus, einem Pro­gramm, wel­ches in sei­nen Funk­tio­nen alles bie­tet, was Power­Point auch kann. Wer eine kos­ten­lose Alter­na­tive sucht, der wird bei Open­Of­fice Impress. Das OpenOffice-Paket ist kos­ten­los nutz­bar, etwas kom­pli­ziert in der Hand­ha­bung, aber eben­falls voll mit guten Werk­zeu­gen und Hilfsmitteln.

Wer gar keine Soft­ware instal­lie­ren möchte, der werfe mal einen Blick auf Google Docs. Das Modul «Prä­sen­ta­tion» bie­tet näm­lich alle grund­le­gen­den Funk­tio­nen, die man zum Prä­sen­tie­ren braucht. Dabei wird die Doku­men­ta­tion kom­plett online erstellt und auch dort gespei­chert. Google­Docs ist kos­ten­los nutz­bar, man muss sich dafür aller­dings bei Google registrieren.

Ein beson­de­res Online-Tool ist Prezi. Die Idee hin­ter die­sem Werk­zeug ist ein belie­big gros­ses Blatt Papier, wel­ches man mit Inhal­ten füllt, die man dann mit einer Art vir­tu­el­ler Kamera ein­zeln ansteu­ert. Dar­aus ergibt sich eine Art Film, in den man ganze Geschich­ten oder Aus­sa­gen ver­pa­cken kann. Tönt kom­pli­ziert, ist aber ganz ein­fach, wenn man es mal gese­hen hat. Der Demo-Film auf Pre­zis Home­page erklärt rela­tiv ein­fach — aller­dings lei­der nur in Eng­lisch — wie man Prezi ein­set­zen kann.

Schliess­lich sei noch erwähnt, dass man auch mit einer Text­ver­ar­bei­tung, einem MindMap-Programm oder einem ein­fa­chen Zei­chen­pro­gramm eine Prä­sen­ta­tion gestal­tet wer­den kann. Oft muss man dafür sogar gar nicht zum Com­pu­ter grei­fen. Auch ein Tablet oder ein Smart­phone kann hier bereits hel­fen. Oder man ver­zich­tet ein­fach ganz auf den Com­pu­ter und hält die Prä­sen­ta­tion mit Flip­chart, Hell­raum­pro­jek­tor oder an der Wand­ta­fel. Warum aber eine sol­che Prä­sen­ta­tion nicht mit einer Handy-Kamera fil­men und so digi­tal dokumentieren?

 

Fol­gende ICT-Aufträge zum «Prä­sen­tie­ren» ste­hen für sie bereit:

Zum Kapi­tel 6: Ohne Kies kein Grundwasser