Das Erstellen einer Präsentation und das eigentliche Präsentieren kann an fast jedem Thema geübt werden. Für Schülerinnen und Schüler ist es am Anfang leichter, wenn sie sich ein Thema suchen können, das sie begeistert und über das sie etwas zu erzählen haben. Später kann dann auch die Aufgabe gestellt werden, eine Präsentation und somit eine Recherche zu einem Thema zu erarbeiten, zu dem man zu Beginn noch gar nichts weiss.
Beim Erstellen einer Präsentation müssen alle Inhalte zusammengetragen, geordnet, nach Aussagen sortiert und in eine Reihenfolge gebracht werden. Schülerinnen und Schüler müssen sich in ihr Publikum versetzen und einen Weg finden, dieses für das Thema zu begeistern. Bei einer Präsentation können verschiedene Medien wie Text, Bild, Ton oder Video eingesetzt werden — alle Medien müssen aber sorgfältig für die Präsentation vorbereitet werden. Nicht zuletzt geht es bei der Präsentation selbst darum, einen roten Faden in die Aussagen zu bringen, einen Spannungsbogen zu konstruieren, die Atmung zu kontrollieren und die Intonation zu trainieren. Alles in allem stecken in einer Präsentation sehr viele Hürden, die man aber mit Training und viel konstruktivem Feedback abbauen kann.
Präsentieren im Lehrplan
Die Schülerinnen und Schüler
- erstellen eine einfache Präsentation.
- stellen ein Produkt mit ICT-Medien vor
Ausgewählte Werkzeuge
Als Präsentations-Werkezug schlechthin gilt wohl PowerPoint als Teil des Microsoft-Office-Pakets. Leider haben PowerPoint-Präsentationen einen schlechten Ruf. Das kommt meist nicht daher, dass das Werkzeug schlecht wäre. Im Gegenteil. PowerPoint bietet sehr viele und sehr gute Werkzeuge zum Erstellen und Halten einer Präsentation. Vielmehr braucht es einiges an Wissen, um diese Werkzeuge zu nutzen. Dabei geht es nicht nur um die Technik selbst. Vielmehr spielen auch einfache Grundlagen zur Typographie, zur Farbenwirkung oder zum Layouten eine wichtige Rolle. Beim Erstellen von PowerPoint-Folien muss zudem die richtige Menge an Information auf einer Folie abgelegt werden. Dieses Dosieren und oft auch das Kürzen und Vereinfachen braucht Erfahrung, die man sich aber durch häufigen Gebrauch von PowerPoint zulegen kann.
Wer kein PowerPoint auf dem Computer installiert hat, der kann auf mehrere Alternativen zurückgreifen. Apple liefert viele Rechner mit Keynote aus, einem Programm, welches in seinen Funktionen alles bietet, was PowerPoint auch kann. Wer eine kostenlose Alternative sucht, der wird bei OpenOffice Impress. Das OpenOffice-Paket ist kostenlos nutzbar, etwas kompliziert in der Handhabung, aber ebenfalls voll mit guten Werkzeugen und Hilfsmitteln.
Wer gar keine Software installieren möchte, der werfe mal einen Blick auf Google Docs. Das Modul «Präsentation» bietet nämlich alle grundlegenden Funktionen, die man zum Präsentieren braucht. Dabei wird die Dokumentation komplett online erstellt und auch dort gespeichert. GoogleDocs ist kostenlos nutzbar, man muss sich dafür allerdings bei Google registrieren.
Ein besonderes Online-Tool ist Prezi. Die Idee hinter diesem Werkzeug ist ein beliebig grosses Blatt Papier, welches man mit Inhalten füllt, die man dann mit einer Art virtueller Kamera einzeln ansteuert. Daraus ergibt sich eine Art Film, in den man ganze Geschichten oder Aussagen verpacken kann. Tönt kompliziert, ist aber ganz einfach, wenn man es mal gesehen hat. Der Demo-Film auf Prezis Homepage erklärt relativ einfach — allerdings leider nur in Englisch — wie man Prezi einsetzen kann.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass man auch mit einer Textverarbeitung, einem MindMap-Programm oder einem einfachen Zeichenprogramm eine Präsentation gestaltet werden kann. Oft muss man dafür sogar gar nicht zum Computer greifen. Auch ein Tablet oder ein Smartphone kann hier bereits helfen. Oder man verzichtet einfach ganz auf den Computer und hält die Präsentation mit Flipchart, Hellraumprojektor oder an der Wandtafel. Warum aber eine solche Präsentation nicht mit einer Handy-Kamera filmen und so digital dokumentieren?
Folgende ICT-Aufträge zum «Präsentieren» stehen für sie bereit:
Zum Kapitel 6: Ohne Kies kein Grundwasser

