Doku­mente im Inter­net tei­len und veröffentlichen

Gepostet am 15.12.11 in ICT-Techniken

Eine wesent­li­che Her­aus­for­de­rung bei der Arbeit mit dem Com­pu­ter ist die Doku­men­ten­ab­lage. Man muss seine Doku­mente spei­chern und kann sie dabei in einem Ord­nungs­sys­tem able­gen, wel­ches man sich vor­her zurecht­ge­legt hat. Die Ablage in digi­ta­len Ord­nern ist Stan­dard und wird von den meis­ten Men­schen gut ver­stan­den. Aller­dings hat auch die­ses Sys­tem seine Tücken, etwa, wenn man vor lau­ter Ord­nern eine Datei nicht mehr fin­det. Oder wenn man der Datei einen Namen gege­ben hat, den man spä­ter nicht mehr nach­voll­zie­hen kann. Bereits in der Mit­tel­stufe kön­nen Stra­te­gien geübt wer­den, wie man Doku­mente benennt, ord­net, ablegt und verwaltet.

Eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung stellt sich mit der Ablage von Doku­men­ten in gemein­sam genutz­ten Ord­nern. Hier braucht es zusätz­li­che Dis­zi­plin, damit alle mit dem Ord­nungs­sys­tem arbei­ten können.

In jüngs­ter Zeit sind soge­nannte «Cloud»-Dienste popu­lär, wo die Daten nicht mehr auf der eige­nen Fest­platte, son­dern irgendwo im Inter­net abge­legt wer­den. Dies stellt zusätz­li­che Fra­gen an die Daten­si­cher­heit und den Umgang mit ver­trau­li­chen Daten. Das Thema Doku­men­t­ab­lage bie­tet somit eine spe­zi­ell gute Mög­lich­keit, über Copy­rights und Rechte in der digi­ta­len Welt zu sprechen.

Doku­men­t­ab­lage im Lehr­plan

Die Schü­le­rin­nen und Schüler

  • sam­meln Erfah­run­gen im Umgang mit Online-Diensten und inter­net­ba­sier­ten Kommunikationsformen.
  • ver­hal­ten sich kri­tisch in der Preis­gabe per­sön­li­cher Daten.

Aus­ge­wählte Werkzeuge

Eige­ner Com­pu­ter oder Ser­ver: Wie gesagt, die Doku­men­ten­ab­lage beginnt im Klei­nen auf dem eige­nen Rech­ner. Viel­leicht hat zu Beginn jeder Schü­ler, jede Schü­le­rin einen eige­nen Ord­ner. Spä­tes­tens, wenn man in der Gruppe arbei­tet oder gar in der gan­zen Klasse, kommt die­ses Ein-Ordner-System an seine Gren­zen und es müs­sen Regeln ein­ge­führt wer­den, wie man Doku­mente in einem gemein­sa­men Ord­ner ablegt. Dies kann unter Auf­sicht der Lehr­per­son gut auf einem gemein­sam genutz­ten Com­pu­ter im Klas­sen­zim­mer geübt werden.

Educanet2: Eine her­vor­ra­gende Mög­lich­keit, das Able­gen von Doku­men­ten in einem gemein­sa­men Ver­zeich­nis zu üben, bie­tet die Doku­men­t­ab­lage von Educanet2. Hier han­delt es sich um einen gemein­sa­men Ord­ner und eigent­lich auch schon um eine ein­fa­che Cloud. Die Ablage ist aber sehr sicher und die Zugriffe durch ein­zelne Schü­le­rIn­nen oder ganze Klas­sen kann von der Lehr­per­son weit­ge­hend gesteu­ert werden.

Ein extrem ein­fa­ches und sehr popu­lä­res Sys­tem zur Datei­en­ab­lage und zum Datei­aus­tausch ist die «Drop­box». Für die­sen Dienst muss man auf dem Com­pu­ter ein Pro­gramm instal­lie­ren und einen Ord­ner bestim­men, der in Zukunft über das Inter­net geteilt wird. Es ist mög­lich, sei­nen Ord­ner mit ande­ren Per­so­nen zu tei­len oder Unter­ord­ner im Inter­net frei­zu­ge­ben. So kön­nen ein­fa­che Klas­sen­ord­ner ein­ge­rich­tet wer­den. Die Drop­box ist ein typi­scher Cloud-Dienst, bei dem die Daten auf irgend­ei­nem Ser­ver lan­den (also nicht ver­trau­lich sein soll­ten), bei dem aber zum Bei­spiel auch auto­ma­tisch ein Backup vor­han­den bleibt, wenn am eige­nen Rech­ner etwas schief läuft. Die Dateien sind ja nicht lokal, son­dern im Inter­net gespeichert.

Google­Docs: Geht es darum, gemein­same Doku­mente nicht nur zu spei­chern, son­dern auch zu bear­bei­ten, dann bie­tet Google Docs eine ein­fa­che und ein­drucks­volle Mög­lich­keit. Google Docs macht lokale Office-Programme fast über­flüs­sig, denn die Doku­mente wer­den direkt in einem Web­brow­ser erstellt und auch online gespei­chert. Beson­ders cle­ver ist dabei die Mög­lich­keit, dass meh­rere Schü­le­rin­nen und Schü­ler an einem gemein­sa­men Doku­ment arbei­ten, und dabei immer mit der aktu­ells­ten Ver­sion des Doku­men­tes arbeiten.

 

Drop­box