Eine wesentliche Herausforderung bei der Arbeit mit dem Computer ist die Dokumentenablage. Man muss seine Dokumente speichern und kann sie dabei in einem Ordnungssystem ablegen, welches man sich vorher zurechtgelegt hat. Die Ablage in digitalen Ordnern ist Standard und wird von den meisten Menschen gut verstanden. Allerdings hat auch dieses System seine Tücken, etwa, wenn man vor lauter Ordnern eine Datei nicht mehr findet. Oder wenn man der Datei einen Namen gegeben hat, den man später nicht mehr nachvollziehen kann. Bereits in der Mittelstufe können Strategien geübt werden, wie man Dokumente benennt, ordnet, ablegt und verwaltet.
Eine zusätzliche Herausforderung stellt sich mit der Ablage von Dokumenten in gemeinsam genutzten Ordnern. Hier braucht es zusätzliche Disziplin, damit alle mit dem Ordnungssystem arbeiten können.
In jüngster Zeit sind sogenannte «Cloud»-Dienste populär, wo die Daten nicht mehr auf der eigenen Festplatte, sondern irgendwo im Internet abgelegt werden. Dies stellt zusätzliche Fragen an die Datensicherheit und den Umgang mit vertraulichen Daten. Das Thema Dokumentablage bietet somit eine speziell gute Möglichkeit, über Copyrights und Rechte in der digitalen Welt zu sprechen.
Dokumentablage im Lehrplan
Die Schülerinnen und Schüler
- sammeln Erfahrungen im Umgang mit Online-Diensten und internetbasierten Kommunikationsformen.
- verhalten sich kritisch in der Preisgabe persönlicher Daten.
Ausgewählte Werkzeuge
Eigener Computer oder Server: Wie gesagt, die Dokumentenablage beginnt im Kleinen auf dem eigenen Rechner. Vielleicht hat zu Beginn jeder Schüler, jede Schülerin einen eigenen Ordner. Spätestens, wenn man in der Gruppe arbeitet oder gar in der ganzen Klasse, kommt dieses Ein-Ordner-System an seine Grenzen und es müssen Regeln eingeführt werden, wie man Dokumente in einem gemeinsamen Ordner ablegt. Dies kann unter Aufsicht der Lehrperson gut auf einem gemeinsam genutzten Computer im Klassenzimmer geübt werden.
Educanet2: Eine hervorragende Möglichkeit, das Ablegen von Dokumenten in einem gemeinsamen Verzeichnis zu üben, bietet die Dokumentablage von Educanet2. Hier handelt es sich um einen gemeinsamen Ordner und eigentlich auch schon um eine einfache Cloud. Die Ablage ist aber sehr sicher und die Zugriffe durch einzelne SchülerInnen oder ganze Klassen kann von der Lehrperson weitgehend gesteuert werden.
Ein extrem einfaches und sehr populäres System zur Dateienablage und zum Dateiaustausch ist die «Dropbox». Für diesen Dienst muss man auf dem Computer ein Programm installieren und einen Ordner bestimmen, der in Zukunft über das Internet geteilt wird. Es ist möglich, seinen Ordner mit anderen Personen zu teilen oder Unterordner im Internet freizugeben. So können einfache Klassenordner eingerichtet werden. Die Dropbox ist ein typischer Cloud-Dienst, bei dem die Daten auf irgendeinem Server landen (also nicht vertraulich sein sollten), bei dem aber zum Beispiel auch automatisch ein Backup vorhanden bleibt, wenn am eigenen Rechner etwas schief läuft. Die Dateien sind ja nicht lokal, sondern im Internet gespeichert.
GoogleDocs: Geht es darum, gemeinsame Dokumente nicht nur zu speichern, sondern auch zu bearbeiten, dann bietet Google Docs eine einfache und eindrucksvolle Möglichkeit. Google Docs macht lokale Office-Programme fast überflüssig, denn die Dokumente werden direkt in einem Webbrowser erstellt und auch online gespeichert. Besonders clever ist dabei die Möglichkeit, dass mehrere Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Dokument arbeiten, und dabei immer mit der aktuellsten Version des Dokumentes arbeiten.
Dropbox
Folgende ICT-Aufträge zur Dokumentablage stehen für sie bereit:
Zum Kapitel 1: Auf der Aargauer Karte
Zum Kapitel 3: Arbeitsalltag im Wandel
Zum Kapitel 3: Was arbeiten die Menschen im Aargau?
Zum Kapitel 4: Die weite Welt bei mir zuhause
Zum Kapitel 4: Immer mehr

